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Die Musik
“Seit 1940 bis heute hatte ich die schrecklichsten Probleme, nur wegen einer Volksmusik namens Tango…”
Es gab Jahre, in denen konnte sich Astor Piazzolla (1921-1992) in Buenos Aires nicht auf die Straße trauen: Er musste tätliche Angriffe befürchten, seine Familie war in Gefahr, man trachtete ihm nach dem Leben. Diese Aggression ging aus von orthodoxen Tango-Musikern, Piazzolla kam in deren Augen einem Hochverräter gleich.
Der Grund hierfür war die Tatsache, dass Piazzolla den traditionellen Tango veränderte. Die Tangokompositionen Piazzollas sind nicht tanzbar, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne, sie fordern vielmehr zum konzentrierten Hören auf.
Piazzolla entwickelte den Tango weiter und assimilierte für diesen Zweck höchst unterschiedliche Einflüsse. So hört man in seinen Stücken sowohl Elemente der Klassik als auch der argentinischen Folklore, der Neuen Musik und des Jazz, selbst Pop und Rock klingen zuweilen diskret durch.
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